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LESEPROBE AUS 'EIN FALL FÜR KARLO' Armer schwarzer Kater Meine Eltern meinten, Karlo sei nicht ganz normal. Er würde ja nie aus dem Haus gehen und den ganzen Tag schlafen. Wenn sie ihn einmal zwangsweise vor die Tür setzten, damit er doch bitte auf Mäusejagd gehen würde, blieb Karlo einfach auf der Matte vor der Tür liegen, bis sich ihm wieder die Gelegenheit bot, ins Haus zu schlüpfen. Für ihre Aufforderungen, sich nun doch bitte einmal fortzubewegen, hatte Karlo nur ein schwaches Augenzwinkern übrig. Das gefiel mir. Christina erzählte mir nun, wie sie Karlo kennengelernt hatte. Sie war tatsächlich schwer krank gewesen. Zur Genesung musste sie für ein paar Wochen in eine Klinik fahren. Sie nannte ihren Aufenthalt dort eine Therapie. Als sie vor ein paar Tagen entlassen wurde und mit ihren Eltern nach Hause kam, lag da plötzlich diese Katze vor der Haustür. Ihre Eltern hatten keine Ahnung, wo die plötzlich herkam. Aber sie hatten auch nichts dagegen gehabt, dass Christina sie mit ins Haus nahm. Karlo ging wie selbstverständlich mit ihr, so als ob er schon immer zur Familie gehört hatte. Sie hatte ihm etwas Milch zu trinken gegeben und ihn mit auf ihr Zimmer genommen. Er störte sie nicht weiter, denn er leistete ihr einfach nur Gesellschaft, indem er sich vor ihr Bett legte und schlummerte. Erst gegen Abend machte er sich bemerkbar und kratzte an ihrer Tür, so dass Christina dachte, dass er wohl wieder gehen wollte. Sie hatte ihn also wieder nach draußen gelassen. Von da an war er jeden Morgen zu ihr gekommen und verbrachte den Tag mit ihr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Katzenkulturen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||